Kompetenzentwicklung in unsicheren Zeiten
Warum Führung jetzt den Unterschied macht
Die Realität: Menschen suchen gerade eher weniger neue Jobs – sondern Sicherheit
Die aktuelle Arbeitsmarktsituation in Deutschland ist angespannt.
Wirtschaftlicher Druck in vielen Branchen.
Steigende Lebenshaltungskosten.
Unsicherheit durch geopolitische Entwicklungen.
Viele Menschen sind aktuell nicht auf der Suche nach einer neuen Challenge oder dem nächsten Karriereschritt
Sondern nach Stabilität, Sicherheit, Verlässlichkeit.
Das verändert eine zentrale Dynamik:
Unternehmen können nicht mehr darauf bauen, dass neue Mitarbeitende kommen.
Und Mitarbeitende sind weniger bereit, Risiken einzugehen.
Die entscheidende Frage verschiebt sich:
Wie gut gelingt es uns, mit den Menschen zu arbeiten, die bereits da sind?
Und genau hier beginnt Führung.
Wenn Bewegung fehlt, wird Führung entscheidend
In dynamischen Zeiten wird viel über Wachstum, Recruiting und neue Chancen gesprochen.
Doch was passiert, wenn diese Dynamik nachlässt?
Dann entsteht eine neue Herausforderung:
Führung im Bestand.
Nicht neue Teams aufbauen. Sondern bestehende Teams tragen.
Nicht Begeisterung für das Neue erzeugen. Sondern Vertrauen im Bestehenden stärken.
Mitarbeitende fordern heute eine andere Art von Führung
Aktuelle Entwicklungen zeigen klar:
Mitarbeitende erwarten heute weniger:
Inszenierung
Charisma
Sichtbarkeit
Und deutlich mehr:
klare Kommunikation
Integrität
Entscheidungsfähigkeit
Das bedeutet:
Führung wird weniger Show – und mehr Substanz.
Gerade in unsicheren Zeiten entsteht Vertrauen nicht durch Worte allein, sondern durch Haltung.
Kompetenzentwicklung beginnt bei Führung
Viele Unternehmen denken bei Kompetenzentwicklung zuerst an Mitarbeitende.
Trainings. Weiterbildungen. Programme.
Doch der entscheidende Hebel liegt woanders:
Bei der Führung selbst.
Denn Führung entscheidet:
wie klar kommuniziert wird
wie Entscheidungen getroƯ en werden
wie mit Unsicherheit umgegangen wird
wie Orientierung entsteht
Oder eben nicht.
Die eigentliche Frage ist nicht: Was können meine Mitarbeitenden?
Sondern:
Wie wirke ich als Führungskraft in schwierigen Situationen?
Gerade jetzt zeigt sich Führung besonders deutlich:
wenn Entscheidungen nicht eindeutig sind
wenn Perspektiven fehlen
wenn Druck entsteht
Dann reicht Fachkompetenz nicht mehr aus.
Dann geht es um:
Klarheit
Präsenz
Verantwortung
Führung ist eine Frage der inneren Haltung
Reinhard K. Sprenger, Fredmund Malik – und auch Grundl betonen eine zentrale
Perspektive:
Führung ist keine Methode.
Führung ist eine Haltung.
Oder anders gesagt:
Führung beginnt nicht im Außen – sondern im Inneren.
Wer keine Klarheit in sich hat, kann keine Klarheit nach außen geben.
Wer Entscheidungen vermeidet, überträgt Unsicherheit ins Team.
Wer Verantwortung nicht übernimmt, kann keine Orientierung geben.
Genau hier entsteht der Unterschied zwischen guter und wirksamer Führung
Nicht in Tools, Modellen oder Konzepten.
Sondern in der konkreten Wirkung im Alltag.
Gerade jetzt zeigt sich:
Teams brauchen keine perfekten Antworten, sondern klare Führung.
Warum Kompetenzentwicklung neu gedacht werden muss
Wenn sich Arbeit verändert, reicht es nicht, Wissen zu erweitern.
Kompetenzentwicklung bedeutet heute:
Haltung entwickeln
Wirkung verstehen
Führung bewusst einsetzen
Denn:
Kompetenz ist nicht das, was ich weiß.
Kompetenz ist das, was bei anderen ankommt
Führung sichtbar machen - statt nur darüber zu sprechen
Viele Führungskräfte wissen theoretisch, was gute Führung bedeutet.
Doch im Alltag zeigt sich etwas anderes:
Unsicherheit
fehlende Klarheit
unterschiedliche Wirkung
Der entscheidende Schritt ist deshalb:
Führung erlebbar machen
Im Format Führen ohne Worte wird genau das möglich.
Das Ergebnis:
Führung wird sichtbar
Wirkung wird unmittelbar erlebbar
Entwicklung wird konkret
Fazit: In unsicheren Zeiten entscheidet nicht der Markt – sondern die Führung
Die aktuelle Situation zeigt deutlich:
Erwartungen verändern sich
Unsicherheit steigt
Menschen wechseln weniger
Das bedeutet für Unternehmen:
Transformationen umzusetzen und Führung wirken lassen
Über die Autorin
Carmen Kraushaar ist Gründerin der bpw-akademie und langjährige Partnerin der Personalberatung QRC Group.
Sie berät seit über zehn Jahren Unternehmen bei der Besetzung von Fach- und Führungspositionen sowie Mitarbeiter und Kandidaten bei der Karriereentwicklung.
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