DUB UNTERNEHMER-Magazin 2015

DIE BPW-AKADEMIE IM DUB UNTERNEHMER-MAGAZIN

Dezember 2015

Carmen Kraushaar und Heidemarie Klein organisieren eine Summer School für gründungsinteressierte Frauen nach der Familienphase. „Wir haben festgestellt, dass Frauen, die wieder einsteigen möchten, kein adäquates Jobangebot bekommen haben – auch, wenn viele vielleicht nur ein Jahr in Elternzeit waren“, sagt Kraushaar. Nicht nur die Flexibilität spricht für ein Dasein als Gründerin. Auch ein gewisses Gefühl der Freiheit und Selbstbestimmung gehöre dazu, erklärt Klein. „Es ist die Möglichkeit, selbst etwas zu gestalten, ganz gleich ob Produkt oder Dienstleistung und es dann auf den Markt zu bringen.“

 

DUB UNTERNEHMER-Magazin:
Welchen Vorteil bietet die Summer School künftigen Gründerinnen?

Carmen Kraushaar: Die Teilnehmerinnen erhalten in zwei Wochen ein kompaktes Wissen, welches sie für eine Existenzgründung benötigen. Bei der Wahl des Formats wurde den Bedürfnissen der Frauen Rechnung getragen und ihnen eine optimale Lernumgebung angeboten. Hinzu kommt, dass sich die Frauen während der Zeit untereinander austauschen und weiterentwickeln können. Ein Effekt sind zahlreiche Synergieeffekte, die sich aus der Gruppendynamik ergeben.

 

Welche Beweggründe stehen hinter den Unternehmensgründungen von Frauen, die Sie begleiten?

Kraushaar: Ein Motivationsgrund entsteht beispielsweise dadurch, dass Frauen nach der Elternzeit sehr häufig nicht mehr in ihren „alten Job“ bekommen. Andere Frauen haben sich aber auch schon länger mit einer Idee befasst.
Heidemarie Klein: Ideen, die die Gründerinnen auf den Markt bringen wollen, ergeben sich gerade auch in der Familienphase. Sie erkennen in dieser Zeit Notwendigkeiten und machen Defizite aus, denen am Markt kein passendes Angebot gegenübersteht. Von diesem Punkt aus fängt das Entrepreneurship an.

 

Wo liegen die größten Herausforderungen?

Klein: Die Herausforderungen ähneln sich bei allen Existenzgründern. Die Fragen sind: Ist die Idee marktreif entwickelt, habe ich genügend Marktforschung betrieben? Habe ich lange genug darüber nachgedacht, welches Risiko ich eingehen möchte? Neben dem Zeitfaktor und ausreichendem Support durch Familie oder Partner sind das die allgemein bekannten Gründerherausforderungen – für Frauen nicht anders als für Männer.

 

Welches Potenzial haben Unternehmensgründerinnen nach der Familienphase?

Kraushaar: Man sollte sich das riesige Potenzial der Frauen stärker bewusst machen. Die Wiedereinsteigerinnen können durchaus den Start als Unternehmerinnen wagen. Allein durch ihre Kompetenzen als „Familien-Managerin“ haben sie ständig fünf Bälle in der Luft. Sie verfügen über ein gutes Zeitmanagement und können Ressourcen gut einteilen.

 

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